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Lovelian Aranath ist ein junger Elf und Mitglied des Clans der Aranath-Waldelfen, die die südöstlichen Tiefenwälder Venterras bewohnen.

Aussehen

Das zierliche und hochgewachsene Erscheinungsbild des jungen Elfen spricht für seine Natur. Durch seine langen Beine ist er ein schneller Läufer, obgleich er sich in Gegenwart von Fremden meist nur mit Anmut und Bedacht bewegt. Lovelian beobachtet die Welt aufmerksam durch wache mandelförmige Augen. Sie nehmen im Tageslicht einen goldgesprenkelten Ton an und sind von einer unheimlichen Durchdringlichkeit geprägt. Er besitzt gradlinige Gesichtszüge und spitze Knochen, die den scharfen Umriss seiner Wangen erheblich beeinflussen. Ihre markante Art verleiht ihm ein gewisses abgehobenes Äußeres. Und dann sind da natürlich noch die großen, spitz zulaufenden Ohren. Seine haselnussbraunen Haare, die auf Höhe seiner Rückenmitte enden, sind glatt, von feiner Struktur und stets ordentlich, es sei denn er kam gerade von der Jagd, dann sieht er vermutlich furchtbar aus. Die vorderen Strähnen sind meist zu zwei Zöpfen geflochten, der Rest bleibt derweil offen. Sein Teint ist sehr hell wie der vieler weiterer Artgenossen, wenn auch nicht so blass wie die Haut derjenigen, die die dichten Baumkronen kaum verlassen.

Kleidung

Lovelian trägt kunstvoll verzierte Hemden und Beinkleider, darüber meist ein graues Gewand aus Leinenstoff mit Lederbestickungen, weiche Stulpenstiefel und leichten Schulter- und Armschutz aus Leder. In der Regel trifft man ihn mit einer dunklen Kapuze an, die tief in sein Gesicht gezogen ist, einer mit Fell und Federn verkleideten Leinentasche und einen Gürtel, an dem ein Notizbuch mit schwarzem Einband sowie zwei kleine Lederbeutel befestigt sind.

Charakter

Lovelian ist zunächst ein eher ruhiger Geselle, der seine Gedanken nur äußert, wenn er explizit gefragt wird. Er weiß sich jedoch sehr gut mit den unscheinbarsten Gesten und Gesichtern auszudrücken, manchmal auch insgeheim nur, um eine Reaktion seines Gegenübers zu provozieren. Obwohl er in der Regel einen eingebildeten Eindruck macht - und das geht vermutlich vielen Elfen so - pflegt er einen unerwartet respektvollen Umgang mit Fremden, der nur dann verloren geht, wenn man es sich mit ihm verscherzt, was zugegebenermaßen recht zügig passieren kann, da er, schlicht gesagt, schnell eingeschnappt ist. Es ist schwer einzuschätzen, wodurch dieser Fall eintritt, weil seine Interessen selten wirklich klar sind. Außerdem ist er jemand, der gerne denkt, dass er in allem Recht hat, bis er davon überzeugt wurde, dass sein Gegenüber in einem bestimmten Gebiet einfach mehr Erfahrung oder Wissen gesammelt hat als er. Dann fängt er an, denjenigen mit Fragen zu löchern, was vielleicht nicht zwingend angenehmer ist. Und je nach gegebenen Umständen hört er einfach nicht auf. Er kann praktisch nicht aufhören. Eine große Schwäche von ihm ist, dass er viele Vorurteile gegenüber anderen Kreaturen verinnerlicht hat, die vielleicht nicht immer bösartiger Natur sind, aber doch gelegentlich zu Komplikationen und zu fast weltfremdem Verhalten seinerseits führen, welches überhaupt nicht mit seiner eigentlich wissbegierigen Art zu vereinbaren ist. Dass ihm sein Fehler anfangs nicht einmal bewusst ist und er sich sehr über schockierte Blicke, peinliche Stille etc. wundert, sagt einiges über seine Zerstreutheit aus. Genannte Fehler scheint er auch nicht immer zugeben zu wollen, selbst wenn er sie innerlich längst eingesehen hat.

Fähigkeiten

Magische Begabung

Lovelian ist vor allem daran interessiert, mehr über die Magie zu erfahren. Er setzt sich jeden Tag aufs Neue mit ihr auseinander, obwohl ihm meist eine einschlagende Erkenntnis oder die Offenbarung neuen Wissens dabei verwehrt bleibt. Vieles, was er bisher in Erfahrung bringen konnte, beruht auf den Künsten der Luftmagie, eine Gabe, die seinen, und viele andere Clans der Waldelfen, auszeichnet. Auch er hat sich auf die Luftmagie spezialisiert und wird in dieser seit seiner Kindheit von dem Magier und Magiegelehrten Malion Felin geschult, da diese hauptsächlich in Form von theoretischem Wissen und Praxis von den Lehrmeistern der Magie weitervermittelt wird.

Sein Können um die Luftmagie beinhaltet, Luftströme an einem Punkt zu zirkulieren, kräftige Luftstöße zu erzeugen und in lockerem Gewebe, Lufträume entstehen zu lassen. Das Maß an Können in diesem Teilbereich der Luftmagie wird dadurch definiert, wie stabil die molekulare Struktur des Materials ist, das der Anwender zu verändern versucht. Lovelian ist zu Beginn der Reise in der Lage, weiches organisches Gewebe von Pflanzen und einfachen tierischen Organismen zu durchbrechen.

Aber nicht nur Luftmagie hat Lovelians Aufmerksamkeit derart in Anspruch genommen. Da er bisher aufgrund seiner Angehörigkeit zum Clan recht ortsgebunden gelebt hat und sich das Erlangen von Wissen über andere Formen der Magie als kompliziert erweist, wenn man nicht in der Lage ist, sich frei in Venterra zu bewegen, nehmen Studien fremder Schriften und Orte, an denen unbekannte Energiequellen besonders präsent zu sein scheinen, einen beachtlichen Teil seiner Zeit ein.

Daneben verfügt Lovelian Grundkenntnisse im Wirken von Schutzzaubern und Heilung. Ersteres fällt ihm eindeutig leichter zu erlernen und anzuwenden. Er selbst ist auch der Ansicht, dass Heilung eine der komplexesten Schulen ist, an die er sich bisher herangewagt hat.

Umgang mit Waffen

Lovelian hat kaum Ahnung mit dem Umgang von Stich- und Hiebwaffen oder Bögen, und kann sich glücklich schätzen, wenn er sich beim Schneiden mit stumpfen Messern nicht selbst verletzt. Er besitzt jedoch einen Stab, in dem er magische Energie bündelt. Dieser eignet sich auch gut zum Schlagen. Da er ihn öfter für solche Zwecke eingesetzt hat, kann er sich so halbwegs im Nahkampf verteidigen.

Vorgeschichte

Lovelian ist Teil eines Clans der Waldelfen, der im Vergleich zu anderen weniger zurückgezogen lebt und sich als weitaus weltoffener erweist. Dennoch sind sie weiterhin ein wenig skeptisch gegenüber vollkommen Fremdartigen, insbesondere, wenn diese in ihren Lebensraum eindringen.

Lovelian wurde im Frühling geboren, als erster und einziger Sohn von Mahal und Arelyn.

Er genoss eine recht kurzen Abschnitt seiner Kindheit in ihrer Gegenwart und sie sahen ihn nur teilweise aufwachsen.

Bevor Mahal und Arelyn den Auftrag vor knapp einem Jahrzehnt angenommen hatten und seitdem die verschiedensten Ebenen von Venterra bereisten, hegten sie eine liebevolle, wenn auch nicht sehr innige Beziehung zu ihrem Sohn. Lovelian wurde oft in die Hände der Lehrmeister oder Ältesten gegeben, manchmal hielt er sich sogar bei der Familie eines ihm recht eng Vertrauten auf, Nerin.

Größtenteils erlangte er jedoch durch Kontakt zu sämtlichen Gelehrten einen guten Einblick in die Welt der Magie, die sein persönliches Interesse wie auch die Begierde nach Wissen seines ausschweifenden jungen Geistes speiste. Insbesondere Malion hatte Lovelian Vieles, was er bisher über die Magie erfahren hatt, beigebracht. Er war es auch, der ihm die Geschichten und Legenden anderer Magieformen und jenen Völkern, die ihnen am stärksten verbunden waren, erzählt hatte und so sein Interesse an komplexeren und übergreifenden Wissensgebieten geweckt hatte. In sich selbst erkannte er zwar ein gewisses Talent, Energie zu bündeln und in Luftmagie zu äußern, seit jeher studiert er aber, wie schon erwähnt, auch sämtliche andere Formen von Magie.

Die Verbundenheit zu seinen Eltern ebbte mit jedem Jahr, in dem er lediglich ein paar wenige schriftlich überbrachte Nachrichten erhielt, immer mehr ab. Das Studium der Magie beanspruchte seine volle Aufmerksamkeit und - so kalt und distanziert es klingen mochte - er verlor nahezu sein gesamtes Interesse an seinen Eltern und im Anschluss daran auch das Streben nach der Aufrechterhaltung sämtlicher anderer Beziehungen. Man könnte behaupten, seine Bindung zum Clan wäre lose, aber noch sieht er sich immer noch als dessen fester Bestandteil, auch wenn er gerne vor sich hin murmelt, wie er doch gerne mehr Möglichkeiten zur Verfügung hätte, was darauf schließen lässt, dass er hin und wieder den Wunsch verspürt, unabhängiger zu sein.

Beziehungen

Seine Eltern

Lovelians engster Kreis besteht nur aus seinen Eltern. Seine Bindung zu ihnen scheint jedoch kaum stärker zu sein als zu jedem anderen Clanmitglied, denn er hat sie seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen. Als Beauftragte, die weitläufige bewaldete Umgebung und großflächige Wiesenlandschaften des Südostens sowie auch für Teilgruppierungen der Elfen relevante Städte auszukundschaften und den Clan von der aktuellsten Situation des anhaltenden Konflikts zu berichten, sind sie stets weit von ihm entfernt und haben kaum eine freie Minute, um ihm eine Nachricht zukommen zu lassen. Deshalb ist sich Lovelian über den Aufenthalt seiner Eltern oft im Unklaren, nicht selten zweifelt er daran, dass sie überhaupt noch leben.

Malion Felin

Lovelian kennt Malion seit seiner frühen Kindheit und traf ihn praktisch zum ersten Mal, als dieser sich seiner Aufgabe als Lehrmeister in der Luftmagie annahm. Dies ist auch der Grund, warum er ihn selten als etwas anderes wahrnahm. Da Lovelian jedoch als Kind relativ wenig Zeit mit seinen Eltern verbrachte, kam es trotz alledem umso häufiger vor, dass Malion und er viele Stunden am Tag miteinander zu tun hatten. Diese Zeitspanne wurde über die Jahre geringer.

Nerin

Nerin ist der Sohn eines Elfenpaars, in dessen Hände Lovelian in seiner jungen Kindheit des Öfteren gegeben wurde, und deshalb wohl einer der engsten Bekannten von Lovelian, auch wenn dieser solch eine Behauptung nur mit einem nichtssagenden Grummeln kommentieren würde. Nicht, weil er Nerin aus tiefstem Herzen ablehnt. Im Grunde gibt es wenige Elfen in seinem Clan, denen er mehr Wertschätzung entgegenbringen könnte. Doch Lovelian tut sich nicht leicht damit, sich das einzugestehen, insbesondere deshalb, weil er Schwierigkeiten zu haben scheint, mit Nerins kindlicher und unbekümmerter Art umzugehen. Ohne es jemals bewusst reflektiert zu haben, hegt Lovelian Nerin gegenüber etwas Ähnliches wie "brüderliche Zuneigung" (es ist wirklich nur eine halbwegs passende Umschreibung für die wirre, nicht gänzlich zu definierende Gefühlsmischung, die Nerin in ein paar wenigen Situationen in ihm auslöst). Fakt ist jedoch, dass Lovelian nicht beabsichtigt, Nerin zu schaden oder ihn abzuweisen, obwohl sein ab und zu mürrischer Charakter darauf vermuten lässt.

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